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Schlaue Finger

Ergotherapie des Geistes

 
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"Die Fingerbewegungen sind in höchsten Grade der Lehrer der Elastizität des Denkens".

(Rudolf Steiner)

Jeder der eine Ergotherapie miterlebte, wird wissen, dass ein bewusstes, achtsames Benützen der Finger und Hände eine auf die Psyche stärkende Wirkung hat. Das anfängliche Zitat wurde vom Begründer der Geisteswissenschaft während eines Vortrags bzgl. der Inaugurierung der Waldorfschule in Stuttgart ausgesprochen, nachdem er darauf hinwies, dass in der Waldorfschule eben auch die männlichen Schüler Häkelunterricht erhalten, um dadurch ein Seelentraining von Denken, Fühlen und Wollen zu erhalten. Dies wirft ein helles Licht darauf, wieso Albert Einstein sich damals entscheiden musste, ob er Physik oder Musik studieren soll und auch der Quantenphysiker Werner Heisenberg von frühester Jugend an Musikunterricht bekam und im Fahrwasser davon ein hervorragender Pianist war. Ein musikalisches Training schon in frühen Jahren (ab 6) trainiert laut den Resultaten der Geisteswissenschaft in umfassenden Maße diese seelischen Fähigkeiten (Denken/Fühlen/Wollen) jedes Menschen speziell in diesem Lebenszeitraum, wo nachhaltige Früchte für das spätere Leben facettenreich geerntet werden könnten. Es erwächst ihm daraus Geisteskraft, Achtsamkeit, Geduld, Willen, Durchhaltevermögen, Kreativität, Sensibilität was ihm alles für facettenreichste Berufungen (Jobs) dienlich ist. Interessant ist, dass im Land der Dichter und Denker vor dem 20. Jhd. in kaum einem Haushalt ein Instrument fehlte und Hausmusik ein tägliches Ritual war, ähnlich wie es heutzutage bedauerlicherweise zum Ritual wurde, den Fernseher oder Computer (Netflix/Youtube etc.) anzuschalten und Musik auf dem Handy etc. passiv anzuhören. Dass wir dadurch häufig vom aktiven "Macher" zum passiven "Schau-mer-mal"er mutieren und an Konzentration, Geduld und Willensstärke zunehmend verlieren, ist nicht von der Hand zu weisen.

Pythagoras entdeckte nicht nur den "Satz von Pythagoras" in der Geometrie sondern auch, dass der gesamte Kosmos in einer "Sphärenharmonie" tönt, d.h., dass die mathematischen Zahlen der Obertonverhältnisse dieselben sind wie die Abstände und Geschwindigkeitsverhältnisse der Planetenbewegungen. Wer neugierig Forschergeist hinsichtlich der Musiktheorie entwickelt wird dadurch facettenreich belohnt: Er schult damit nicht nur seine Geisteskraft und sein Durchhaltevermögen - sowie er seine physische Kraft im Fitnessstudio trainiert - sondern wird sich dadurch zunehmend Fertigkeiten aneignen, Gefühle bei sich selber, als auch bei den Zuhörern willentlich zu beeinflussen. Bereits im 17. Jhd. wusste man, wie musikalische Bewegungen (Melodien/Akkorde/Rhythmen) verschiedene Gemütsbewegungen beim Hörer bewirken. Beethoven meinte einst, dass Musik "von Herzen zu Herzen" gehen muss und Milliarden von Menschen spüren die tiefgehenden Wirkungen der Filmmusik. Noch zu Zeiten Beethovens und besonders davor war es üblich, dass jeder konzertante Instrumentalist wie oben erwähnt auch Komponist sein musste, denn es gab in sogenannten instrumentalen "Solokonzerten" eben diese "Kadenz", bei der die Begleitinstrumente auf einer Dominante zu stehen kamen und es dem Solisten überlassen war, seine eigenen Melodien auf Grundlage eigens vorgestellter Akkorde zu erfinden. Eine übliche Pflichtübung der damaligen Zeit, die zahlreichen heutigen Interpreten wie ein freier Fall ins Bodenlose erscheint. Ein Jazzmusiker lächelt zurecht über diesen seltsamen Kontrast: Höchste technische, interpretatorische Fertigkeiten in krassem Kontrast zu schöpferischen, kompositorischen-improvisierenden Fähigkeiten. Dieser Kontrast erwuchs deutlich erst nach den beiden Weltkriegen und es ist wieder an der Zeit, dass diese unsichere Bewegen über ein Minenfeld unbekannter Akkorde in ein freudiges trittsicheres Springen über bekanntes harmonisches Terrain mündet. Dieses trittsichere Bewegen mit eigens kreierter Melodien auf diversen Akkordkonstellationen wird für jeden Musiker bald dann ein "Soulfood to go" sein um ihm die "Kadenz" (im Solokonzert) wie einen Abenteuerspielplatz wirken zu lassen, auf dem er schöpferisch, kreativ "spielen" darf. Er wird - angefeuert durch einen bisher nicht gekannten Pioniergeist - zunehmend zum aktiven Musiker werden und einen ungewohnten Entdeckergeist hinsichtlich der Musiktheorie verspüren. Sie wird ihm gleich wie ein Navigationsgerät, sich in jedem Land, in jeder Kultur zurechtzufinden um wieder vom "schau-mer-mal"er zum "Macher" zu werden.


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